Essbare Kleidung

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Diese beiden Schnecken hatte ich entdeckt und HIER mit Euch geteilt. Habt Ihr auch gesehen, dass zwischen den „Königinnen der Langsamkeit“ drei winzige Kerlchen turnen?

2016-07-22_SchneckenmitHäusl(02)

Diese hellbeigen Punkte mit den vielen Beinen sind Asseln. Ihrer Farbe und Größe nach zu urteilen sehr jung. Sie rudern wie wild, denn sie müssen nicht nur ein Paar Beine, sondern sieben koordinieren. Stelle ich mir schwierig vor. Sie sind auch noch sehr leicht und können sich noch nicht so schnell auf den Bauch zurück werfen wie ihre älteren Artgenossen.

Ob „Eins, Zwei und Drei“, die Schnecken bemerkt haben? Ob sie mich bemerkt haben? Ob ich selbst ebenfalls beobachtet worden bin? (Die Schwebfliegen im Garten wirken auf mich wie Spionagedrohnen. Stehen in der Luft und schauen dauernd her.)

Zurück zu den Asseln. In unserem Garten sind sooooo viele dieser urzeitlichen Krebstierchen zuhause. Wann immer ich einen Stein anhebe oder eine Kartoffelranke, darunter wurlt es munter. Startsignal für den Wettlauf vieltausender Beinchen. Ab in den Schatten, die Kühle, das Dunkel des nächsten Steins, der nächsten Ranke.

Wohnen die bei Euch auch?

Was denkt Ihr, fressen Asseln wirklich nur Totholz, oder machen sie sich auch über Obst und Gemüse her?

„Nagen die Geschwister von „Eins, Zwei und Drei“/

gerade die Kartoffeln im Beet zu Brei?“ 

(„Untersteht Euch! Ich, Krone der Schöpfung und Ebenbild Gottes, des Allmächtigen!, habe nicht alles entgierscht und bekartoffelt, damit ihr da jetzt fröhliche Urstände feiern könnt. So lange ihr Eure vierzehn mal zigtausend Füße in MEIN Beet setzt, bestimme noch immer ich… Und nuuuuur, weil ihr und Eure Kollegen in Wüsten aus Eis und Sand und Stein, in den Tiefen der Meere und den Höhen der Berge überleben könnt, braucht ihr gar nicht glauben, dass ihr auch in meinem Garten daheim sein dürft!“ Haha, das war ein kleiner Ausflug in die Theorie des „Konfrontativen Gärtnerns“. Selbst wenn „Eins bis Unzählige“ mein Gemüse fressen wollen, dann sollen sie das, und zwar bitte schön mit Genuss. Zumal ich nicht glaube, dass sie Gemüse fressen, habe noch keine einzige dabei erwischt.)

Asseln häuten sich, sobald ihr Chitinpanzer aus allen Nähten platzt. Diese abgelegte Kleidung wird nicht – wie bei uns im besten Falle – „second hand“ weitergereicht , sondern kollektiv vernascht. „Mmmmh, lecker, der Panzer einer Assel.“ Klingt gruselig? Ist aber doch eigentlich super.

Ob einer von uns wohl mal essbare Kleidung erfinden wird? Stellt Euch vor, wir könnten nach einer Saison unseren Kleiderschrankinhalt zu einem Festmahl verwandeln.

Oder gibt es das schon, essbare Kleidung?

Vielleicht nicht prêt-à-porter von der Stange, aber es gibt doch bestimmt Mode-Designer, die das in einer Couture-Show umgesetzt haben… Ich frage mal bei Vogue nach…

Viele Grüße aus dem Garten

Maria

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hallo Maria, bei mir macht sich leichtes Schaudern breit. Ich möchte meine Sachen nicht essen. Hab gerade so eine Vorstellung von Stinkesockensuppe. Du hast aber auch Ideen 😉 . Ansonsten Asseln auch hier, unter den Töpfen draußen. Aber ich glaub, die machen nichts (außer seltsam aussehen). Viele Grüße, Ilka

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  2. Maria sagt:

    Nein, schmecken soll es schon, und schön sein sowieso, soetwas schwebt mir vor: https://www.instagram.com/p/BAC5v70I29n/

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