Basilikum richtig pflegen und ernten

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Ich war eine Massenmörderin. Meine Opfer hießen alle Basilikum. Ich habe ihn gekauft, in den Topf gestellt, gezupft, gegossen. Und spätestens nach sieben Tagen waren er tot. R.I.P., rot in peace.

Warum geht mein Basilikum ein?

Ich dachte damals es liege am Basilikum von heute: Für die Wegwerfgesellschaft produzierte, minderwertige Ware mit schlechter Arbeitsmoral. Schrott in Grün. Aber es lag an fehlender Kenntnis, die ich mir nun angeeignet habe und gern mit Dir teile, damit zumindest Basilikum eine Art Weltfrieden erleben kann.

Pflege und Ernte von Basilikum

1. Basilikum braucht jeden Tag Wasser. Nicht viel. Aber jeden Tag.

2. Duschen mag er nicht. Also nicht über die Blätter gießen. Sondern ihn anheben, Wasser in den Übertopf gießen und ihn wieder hinein stellen. Er nimmt sich, was er braucht.

3. ich wiederhole das Wichtigste: Basilikum braucht nicht viel Wasser. Aber jeden Tag. Was nicht viel heißt? Das hängt von den Temperaturen ab. Einfach ausprobieren und schauen, wie stark er anzieht.

4. Pflücke keine einzelnen Blätter, sondern kappe den Stiel kurz über dem nächsten Blattpaar.

Du verhinderst so, dass er blüht und bitter wird, außerdem wächst er buschiger und kompakter.

5. Ich neige nicht zur Esoterik. Nicht sonderlich. Und dennoch empfehle ich ab und an über den Basilikum (und die Kräuter in seiner Nachbarschaft) zu streichen. Du bekommst davon duftende Hände, Lust auf Frische und Geschmack. Und: Du vergisst nicht zu gießen. Jeden Tag. Wenig.

Tipps zum Basilikum draußen

Solltest Du Geheimnisse aus dem Leben mit einem Basilikum hüten, teil sie gern mit uns.

Welche Erfahrungen hast du mit Basilikum in Freilandhaltung gemacht?  Und bekommt er bei Dir auch einen Spitznamen? Unserer heißt immer Scipio. Scipio eins bis unendlich, bisher. Der aktuelle Scipio ist schon acht Wochen alt, biblisch! Und im Herbst werde ich ihn in Ruhe blühen lassen und Samen ernten. Dann geht er als Scipio, der Urahn, in die Geschichte ein.

Viele Grüße an  Dich und Deinen Scipio

Maria

P.S.: Sonne. Er braucht einen sonnigen Standort.

P.P.S.: Mittlerweile ist Herbst, ich habe ihn in den Garten gepflanzt, damit er sich dort aussamt. Den neuen Basilikum hole ich mir dann aus dem Garten rein.

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. fraunähkorn sagt:

    Ich oute mich ebenfalls als Massenmörderin! Vielen Dank für deine tollen Tipps. Ich werde es nocheinmal probieren. Bisher habe ich nur für die „Unkraut“-Kräuter ein Händchen (Petersilie, Schnittlauch, Kerbel…), die wuchern einfachso. Neuerdings gelingt mir auch Minze und Salbei. Wobei mir unerklärlich ist, dass unser Salbei jetzt schon im vierten Jahr immernoch da ist. Ohne Pflege uns so. Nun ja er mag uns vielleicht 😉
    Ich freue mich schon auf die nächsten Posts von dir.
    Liebste Grüße
    Jacki

    Gefällt 1 Person

  2. noir sagt:

    Geheimnisse über Basilikum hüte ich eigentlich keine – ich hatte nur nie Probleme mit ihm. Und ich muss gestehen, ich war überrascht, als ich das erste Mal gehört hatte, dass man ihn mäßig gießen soll. Bei mir stand der Topf der Einfachheit halber immer in einem großen Gurkenglas voll Wasser, so dass das untere Drittel des Basilikum-Topfes im Wasser hing.Nur wenn es kalt war habe ich ihn rausgenommen, denn kalte und nasse Füße mag er wirklich nicht. – Allerdings hat er bei mir irgendwann immer zu blühen angefangen – und jetzt weiß ich auch warum: ich habe immer einzelne Blätter abgezupft…

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  3. fadenmaer sagt:

    Danke für die Tipps 🙂 dann muss ich es jetzt doch nochmal ausprobieren 🙂

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